Bandol Vins & Comestibles

Die drei Töchter vom rosa Haus

Die drei Töchter vom rosa Haus

Audrey, Léonie und Justine setzen auf Sorgfalt und Pastelltöne. Das Ergebnis ist nicht zu übersehen.

Im Herzen der französischen Gemeinde LaCadière-d’Azur liegt der Ortsteil Les Lauves, benannt nach den grossen Kalksteinplatten, die in die Landschaft ragen. Hier, umgeben von jahrhundertealten Olivenbäumen und Ginsterbüschen, sticht ein rosa Haus aus der grünen Landschaft heraus wie ein Marshmallow auf der Wiese. Es ist das Weingut der Arlons.

Aufgewachsen zwischen Weinreben

«Trois Filles», steht am Eingang zur Domaine, und aus dem i-Pünktchen in Filles entsteht im Logo eine Blume. So malerisch das Weingut von aussen aber auch aussehen mag – sein Innenleben macht es erst richtig interessant. «Trois Filles», das klingt schon fast nach einem Abenteuerroman. Und ein bisschen abenteuerlich mutet die Geschichte der Familie auch an.

Sie beginnt mit Madame und Monsieur Arlon, die viele Jahre lang auf neun Hektaren in der Appellation Bandol Reben anbauen und die Ernte an eine Genossenschaft verkaufen. Die Arlons haben drei Töchter, Audrey, Léonie und Justine, deren Leben schon von Beginn an vom Rhythmus der Weinernte geprägt wird. Audrey, die Älteste, entscheidet sich später für ein Studium der Landwirtschaft und wird nach drei Jahren in Chile und Bordeaux Kellermeisterin auf einem Anwesen in Bandol.

Es ist Audrey, die den Eltern die Gründung eines eigenen Weinguts vorschlägt. Der Grundstein ist gelegt, die restlichen folgen schnell, und bald schon wird das neue Gut der Familie rosa gestrichen und «Trois Filles» getauft. Léonie, die sich inzwischen auf Lebensmittel spezialisiert hat, stösst ein Jahr später dazu. Die Jüngste, Justine, studiert zu dem Zeitpunkt noch.

 

 

Die «Domaine des Trois Filles» gibt es vielleicht erst seit 2013, sie kann mit den Traditionsbetrieben der Gegend aber locker mithalten. Der Weinberg der Familie liegt an einem Hang mit Blick aufs Mittelmeer. Die Beeren schauen beim Heranreifen den Segelbooten in der Bucht von Les Lecques in Saint-Cyr zu. Sie sind da so gut geschützt, dass weder Nebel noch Frost oder der Mistral ihnen etwas anhaben können. Dieses besonders vorteilhafte Mikroklima verleiht den Weinen laut Familie Arlon ihre ganze Persönlichkeit. Geschützt werden die Beeren aber nicht nur durch die Lage, sondern auch durch die überdurchschnittlich sorgfältige Arbeitsweise in «Trois Filles».

Von Hand gelesen, von der Schwerkraft transportiert

Früh am Morgen, damit sie keinen Temperaturschock erleiden, werden die Beeren einzeln von Hand gelesen und in kleinen Kisten gesammelt. Den unterirdischen Weinkeller erreichen sie ohne unnötiges Hantieren, indem sie der Schwerkraft folgen und direkt in den Kelter fallen gelassen werden. Die Arlons haben den Keller am Hang gebaut, ins Gestein ihres Weinberges. Er hält dadurch konstant kühle Temperaturen von 14 bis 16 Grad und besticht – wie könnte es auch anders sein – mit pflaumenrot und pink lackierten Flächen.

Die Sorgfalt scheint sich zu lohnen. Sei es nun die unmittelbare Nähe zum Mittelmeer oder der Elan der jungen Gründerinnen, aber die Weine aus der Domaine der drei Töchtern schmecken aussergewöhnlich frisch.



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